Cabrio fahren - das gibt es zu beachten

Cabrios

Cabrio fahren ist für viele Autoliebhaber ein Hobby. Selbst Studien beweisen, dass Cabriofahrer als extrovertiert und cool gelten. Auch in einem durchschnittlichen Cabrio erhalten diese mehr Beachtung im Straßenverkehr. Jedoch bringt auch das Statussymbol Cabrio einige negative Seiten und Schwachstellen mit sich. Wir informieren Sie darüber, was Sie beim Ankauf eines Cabrios erwartet. 

Das Statussymbol Cabrio

Cabrios haben Ihren Ursprung im Jahre 1934, in dem der Automobilhersteller Peugeot in Europa zum ersten Mal ein Fahrzeug mit einklappbarem Stahldach präsentierte. Das Modell "Eclipse" wurde innerhalb von drei Jahren in verschiedenen Ausführungen über 100 mal verkauft. In Deutschland erlangten Cabrios mit der Einführung des Mercedes SLK 1996 ihren Durchbruch. Damit wurde der Trend Cabrio hierzulande begründet, der bis heute andauert. Damals ein Auto für Besserverdienende, können sich heute auch Normalverdiener ein Cabrio leisten. Ein Ankauf ist, je nach Modell und Zustand, inzwischen bereits unter 5.000 Euro möglich. Damals galt Peugeot als Marktführer, während mittlerweile nahezu jeder Hersteller eine große Bandbreite an Cabriolet-Modellen anbietet. Damals wie heute gelten Cabrios als Statussymbol. Dadurch haben diese über die Jahre nur einen niedrigen Wertverlust und einen hohen Wiederverkaufswert. Daher sind Cabrios grundsätzlich eine gute Investition.

Kehrseiten eines Ankaufs

Wie bei jedem anderen Fahrzeugmodell muss auch der Ankauf eines Cabrios gut überlegt und nicht von Emotionen gesteuert sein. Cabriofahrer gelten nicht ausschließlich als cool und kommunikativ, sondern werden von Kritikern oft als egozentrische Selbstdarsteller wahrgenommen. Da dies jedoch auf subjektivem Empfinden beruht und Cabriofahren Typsache ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, ob ein Cabrio das geeignete Fahrzeug ist. Darüberhinaus sind neben den meist hohen Anschaffungskosten besonders die Ausgaben für die Instandhaltung und Wartung hoch. Cabrios haben in der Regel einen hohen Verbrauch und sind in der Kaskoversicherung sowie Kfz-Steuer deutlich teurer. Des Weiteren ist die Pflege des Verdecks meist zeit- und kostenintensiv. Sind Stoffdächer durch Feuchtigkeit beschädigt, müssen diese ausgewechselt werden und auch die Klappmechanik von Stahldächern muss regelmäßig kontrolliert werden. Dadurch, dass das Verdeck im Bereich des Kofferraums verstaut wird, geht viel Raum verloren. Bei langen Reisen sind Cabrios meist wenig komfortabel und bieten nur eine geringe Nutzlast. Zudem haben nur die wenigsten Cabrios umklappbare Sitze. Eine große Rolle bei einer "Oben Ohne" - Fahrt spielt das Wetter. Bei gutem Wetter brennt die Sonne meist auf den Kopf, was durch den starken Fahrtwind unterschätzt wird. Da die meisten Cabrios keine Windschotts besitzen, sind Nacken und Kopf bei den Insassen wenig geschützt. Auch Geräusche von außen und dem Wagen selbst dringen direkt in den Innenraum. Besonders bei Diesel-Motoren können unangenehme Gerüche die Fahrt negativ beeinträchtigen. Beim Ankauf eines Cabrios ist es besonders wichtig eine Probefahrt mit dem Wagen zu machen, um zu testen, ob die genannten Nebenwirkungen das gute Fahrgefühl trüben. Möchten Sie ein gebrauchtes Cabrio kaufen, müssen Sie damit rechnen, dass regelmäßig Wartungen und gegebenenfalls Reparaturen für das Verdeck anfallen. Bei besonders alten Modellen ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Dach Abnutzungsmerkmale aufweist und möglicherweise nur manuell zu bedienen ist. Ein Vorteil bei neuen, modernen Cabrios sind Luftdüsen die bei der Kopfstütze angebracht sind. Die warme Luft, die aus den Düsen kommt, lindert den Fahrtwind.